Handlung | Charaktere | Die Völker | Wesen | Download
![]() |
Tief in der Unendlichkeit des Weltraums... Völlige Stille herrscht an diesem Ort. Selbst Gedanken
würden - falls Personen anwesend wären - so dröhnend
klingen wie Meeresrauschen. |
|
|
Richten wir unsere Augen nun auf einen hellen Punkt. Eine Sonne spendet einem Planeten ihr Licht. Wir befinden uns im Mittelpunkt des Universums, an einer Stelle, in der Wirklichkeit und Fantasie aufeinander prallen. Es ist zwar technisch gesehen unmöglich, den Mittelpunkt von etwas zu ermitteln, das unendlich groß ist, doch das hindert ihn nicht daran, zu existieren. Hier herrschen andere Naturgesetze als im restlichen Universum. Überall im All gründen Lebensformen ihre Zivilisationen auf dem Grundstein der Philosophie, der Physik oder etwas anderem, das sie für ziemlich fortgeschritten halten. Sie schwören auf Gesetze wie Schwerkraft, die Relativitätstheorie oder die Schlange im Supermarkt (man befindet sich immer hinten). Und überall im All wären dies auch Gesetze, auf die es sich zu schwören lohnt. Doch hier gibt es... andere Gegebenheiten. Aus einer Laune der Natur und wegen einer bizarren Krümmung der Raum-Zeit befinden sich der Mittelpunkt und das Ende des Universums an der gleichen Stelle. Und sowohl am einen als auch am anderen Ende entstand im Laufe der Jahrmillionen ein Planet. Der eine von ihnen trägt den Namen Lithios. Von einer hellen, jungen Sonne beschienen, rotiert er um seine eigene Achse, ohne jemals seinen Platz zu verlassen. Die Personen, die auf ihm leben, gaben ihm, sofern sie einer Sprache mächtig waren, den Beinamen Lichtwelt. Der andere Planet - an der gleichen Stelle zwar, doch trotzdem eine Unendlichkeit weit entfernt - existiert so lange wie die Zeit selbst, im Herzen des Universums. Eine sterbende Sonne hüllt ihn in ein düsteres, bösartig rotes Licht. Dunkelheit reckt lechzend die Finger nach ihm und zehrt an seiner Lebenskraft. Von seinen Bewohnern erhielt er den Namen Krap, doch treffender wäre wohl der Ausdruck Schattenwelt gewesen. Lange Zeit existierten die beiden Welten, ohne voneinander zu wissen. Aber dennoch... nichts bleibt auf ewig verborgen, und manchmal schwappen Dinge über, die nicht dazu bestimmt sind, die andere Seite jemals zu erreichen. Je mehr Zeit verfließt, desto mehr schwappt... in die andere Welt hinüber. Man stelle sich in diesem Zusammenhang eine Badewanne vor, in die ständig neues Wasser rinnt. Nicht alles, was zwischen Krap und Lithios wechselte - seien es Gedanken, Gefühle oder Ideen - erreichte sein Ziel. Immerhin mußten diese Dinge in Wirklichkeit eine unendlich lange Wanderung zurücklegen, um von einem Ort zu anderen zu gelangen, auch wenn die Welten theoretisch am selben Platz existierten. Und manche von ihnen, sowohl helle, als auch dunkle Gedanken... blieben auf der Strecke zurück. Verloren sich, irgendwo in den Weiten zwischen den Welten. Langsam... aus dem Blickwinkel eines Einzelnen betrachtet dauerte es länger als eine Ewigkeit... bildete sich aus diesen Überbleibseln noch eine dritte Welt an der Stelle, an der Mittelpunkt und Ende aufeinander trafen. Es war keine Welt wie Lithios oder Krap. Sie war nichts besonderes. Sie war einfach nur. Hätte sie überhaupt etwas sein können, so wäre sie wohl am passendsten mit dem Wort grau umschrieben worden. Sie vereinte all das in sich, das für immer namenlos bleiben mußte, da es niemanden gab, der die Gedanken empfing. Sie vereinte alle Gefühle, die für immer ungespürt blieben, und alle Ideen, die nie verwirklicht wurden. Nennen wir sie der Einfachheit halber die Grenzwelt. Etwas begann, sich auf der Grenzwelt zu formen und... zu leben. Dieses Etwas - es soll in Ermangelung eines besseren Ausdruckes vorerst Wesen genannt werden - fing an, einen großen Haß auf alles zu entwickeln, das auf der Licht- oder der Schattenwelt existierte. Es hasste das Leben, mehr noch als es das Licht oder die Dunkelheit hasste. Und es war bestrebt, die Dinge selbst in die Hände zu nehmen. Dies ist der Punkt, an dem unsere Geschichte beginnt...
Zur weiteren Erläuterung der Story und worum es überhaupt geht: Die Separatoren - einzigartige Wesen, die allein durch ihre Existenz dafür Sorge tragen, daß die beiden bizarren Parallelwelten nicht ineinanderstürzen - werden von einem düsteren Unheil bedroht. Jemand oder etwas trachtet ihnen nach dem Leben. Niemand weiß, wer dieser jemand ist, doch eines ist klar: Wenn sein Vorhaben gelingt, so werden Schatten- und Lichtwelt verschmelzen und sich dabei gegenseitig zerstören...
"Die Grenzwelt" ist ein humorvoller Fantasyroman, den ich 2001/02 geschrieben habe und nun online als Download und zum Lesen zur Verfügung stelle. "Die Grenzwelt" hat auch eine eigene Webseite, auf der man das Buch dann (wenn man möchte) online am Bildschirm lesen kann. Auf dieser Webseite hier gibt es nur den Download einer PDF-Datei. Die Grenzwelt-Webseite ist hier zu finden: www.die-grenzwelt.de Viel Spaß also beim Schmökern - und über konstruktive Kritik freue ich mich natürlich immer riesig! |
||