Ego Scriptor

Oder zu deutsch: Ich, der Schreiber

 

Ich dachte, wenn schon die ganze Seite mit meinen Romanen, Filmen und Geschichten zugepflastert ist, könnten ein paar Infos über mich selbst auch nicht schaden …

Name: Dirk Wonhöfer

Geboren.: 29.04.1979

Über mich ...

Ich bin ein totaler Chaot. Ich kann nichts dagegen tun – das Chaos liegt mir im Blut, und selbst wenn ich mit ganzer Kraft dagegen ankämpfe … nun, ebenso gut kann ein Schnabeltier behaupten, es wäre ein reinrassiger Säuger, aber letzten Endes bleibt es doch immer nur ein Schnabeltier. Was will uns dieser Vergleich sagen? Verleugne dich nicht selbst. Wenn du ein Chaot bist, gib es zu. Andere werden in deinem Chaos vielleicht stolpern, sich verirren oder gar zu Tode kommen ;-)
Wichtig ist, dass du dich selbst darin auskennst.

Eigentlich habe ich schon in der Grundschule mit dem Schreiben begonnen. Damals, in der dritten Klasse, ich konnte gerade den Füller halten und ahnte noch nichts von der bahnbrechenden Erfindung des Personal Computers, bekamen alle Kinder die Aufgabe, eine Abenteuergeschichte zu schreiben. Nach der ersten Stunde gab die Hälfte der Klasse ihre Geschichten ab. Am Ende der zweiten Stunde war da nur noch einer, der immer noch eifrig kritzelte. Ich erinnere mich noch genau, wie die Lehrerin mich (unter Androhung von Gewalt, versteht sich. Damals herrschten noch Recht und Ordnung und körperliche Züchtigung) bat, die Geschichte doch bis Unterrichtsschluss fertig zu schreiben. Ich legte mich ins Zeug und schaffte es. Das fulminante Ergebnis war eine sechsseitige Kurzgeschichte über ein Abenteurerteam im Amazonasdschungel. Mehr Details über den Inhalt wollen meine Neuronen mir nicht mehr zugestehen, aber ich habe noch eine vage Vorstellung von intelligentem, gefräßigem Treibsand im Kopf …

Nun, irgendwo auf dem Weg von der Schule nach Hause und vom Kind zum Erwachsenen verlor sich mein Verlangen, sinnlose Worte zu noch sinnloseren Geschichten zu knüpfen. Ich schmökerte zwar unsere gesamte Stadtbibliothek durch, aber ich schrieb nicht mehr. Erst mit fünfzehn entdeckte ich meine verloren gegangene Leidenschaft wieder, allerdings lediglich in Form von Artikeln für unsere Schülerzeitung (die es in den folgenden Jahren, in denen ich im Team war, immer wieder auf Platz 1 des Bundeslands schaffte) und Gedichten.

Dann schließlich, mit 19 Jahren, fasste ich mir ein Herz (und einen altersschwachen PC) und kloppte „Roter Mond“ in die Tasten. Damit war das Eis gebrochen, und endlich hatte ich auch kapiert, was mir die letzten elf Jahre abgegangen war …

Neben dem Schreiben (Platz 1 der Sachen, die ich am liebsten tue, wenn ich allein bin) hat mich aber auch das Filmemachen ziemlich gepackt. Es ist einfach ein geniales Gefühl, das eigene Filmmaterial zu schneiden, zu vertonen und dann zum ersten Mal angucken zu können …

Da ich im Sommer am allerliebsten den Abend an einem See verbringe, mit Lagerfeuer und Freunden, bin ich froh, dass ich endlich auf einer Gitarre klampfen kann – wenn auch so schlecht, dass die Fische in dem See durch die natürliche Evolution im Laufe der nächsten Generationen wohl Füße entwickeln werden, um heimlich den Baggersee zu wechseln, wenn ich komme.

Nichts für ungut, Fische.